E-Mobilität Familienauto

Wie wir uns für den EQV als neues Familienauto entschieden haben

Mercedes-Benz EQV

Wir fahren jetzt elektrisch, den Mercedes-Benz EQV 300. Wir mussten einfach größer denken, die Familie wird noch mal größer.

Nicht jede Entscheidung im Leben erfordert es, dass man größer denkt. Als wir das erste Kind bekommen haben, war das ein solcher Moment. Unser bisheriger Fuhrpark (VW Golf IV, Seat Ibiza III) war einfach zu klein aus unserer Sicht. Ins Auto bücken, das Kind mit Verrenkungen fixieren – och ne, das wollten wir nicht. Also entschieden wir uns für ein neues Auto mit ein bisschen Luft. Eins, in das man hineinwachsen kann. So wie ein neuer Anzug oder post-Covid-19, ein neues Set Loungewear (die hier von COS sieht toll aus).

Ein Kollegin meiner Frau fuhr die erste Generation des Seat Alhambra, daher kannten wir das Modell, und 2010 war gerade das neue Modell erschienen. Beim Probefahren waren wir gleich vom Platz und vor allem von der nicht vorhandenen Lautstärke begeistert.

Zehn Jahre gingen ins Land

Kind 2 und Kind 3 kamen in den nächsten zehn Jahren, und dafür reichte der Platz. Ein paar Kinderkrankheiten des Modells haben wir auch ausgehalten, wie etwa die Türschließfunktion an der rechten Seitentür: Es ist klar, dass die Schiebetür ausgerechnet am kältesten Tag des Jahres nicht mehr schließen will, also so gar nicht, oder?

In fast genau zehn Jahren sind wir mit dem Auto weniger als 90.000 Kilometer gefahren – im Landkreis Rosenheim und um den Landkreis herum, sowie einmal im Jahr, also vor Corona, mit dem Auto in den Urlaub. Wenn das so bleibt, und davon ist erst einmal angesichts der Reisemuffel in der Familie auszugehen, ist ein Diesel keine Option.

Leider ist aber die Kombination Reisefahrzeug + Diesel-Antrieb immer noch ein Konstante im Programm der Autohersteller.

  • V-Klasse: gibt es nur mit Diesel-Motor
  • Zafira Life: nur mit Diesel
  • Hyundai H1 – nun, ich hätte gern auch vorne etwas gesehen anstatt der bildfeldfüllenden Sonnenblende
  • Peugeot Traveller – dito

(Ich bin mit noch 1,89 Meter Körpergröße nicht besonders groß, aber wie man im Kino hinter mir immer bemerkt, ein Sitzriese. Das macht mich zu einem extrem unangenehmen Kunden. Denn meine Arme und Beine sind daher recht unterschiedlich lang. Entweder passt der Winkel auf die Pedale oder ich komme nicht mehr ans Lenkrad heran.)

Das Angebot ist eh sehr überschaubar. Also wirklich sehr, sehr klein auf dem deutschen Markt. Der ADAC hat eine Tabelle veröffentlicht, wie viele Autos denn mindestens Platz für drei Kindersitze bieten. Reduziere ich mal auf die Autos, die Platz für vier Kindersitze bieten, bleiben übrig:

  1. Dacia Lodgy: wenig Platz für Gepäck, fühlt sich wie Abstieg aus der Bundesliga in die Regionalliga an (und wir sind probegesessen und beinahe probegefahren)
  2. Ford Galaxy III: Den haben wir schon einmal verworfen, als wir den Alhambra gekauft haben
  3. S-Max: dito
  4. V-Klasse: siehe EGV
  5. Espace – hatten wir ehrlich gesagt nicht auf der Rechnung
  6. Grand Scenic: zu klein
  7. Trafic: zu klein
  8. Alhambra: hatten wir schon, bleibt mit dritter Reihe Bestuhlung zu wenig Platz für Gepäck
  9. Sharan: dito

Was macht man also mit der V-Klasse, wenn der Diesel zu viele Kilometer verlangen würde? Wir haben zugegriffen, als wir gehört haben, dass es die jetzt auch elektrisch gibt. Mercedes-Benz EQV 300 steht bei uns jetzt zur Verfügung. Oder wie die Kinder sagen: der kleine Railjet.

3 Kommentare zu “Wie wir uns für den EQV als neues Familienauto entschieden haben

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